Schön, dass Sie uns gefunden haben

Seit über 15 Jahren planen und errichten wir nun als Generalunternehmer Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Bürogebäude, vorwiegend in Holzbauweise.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Verbindung von Natur und Architektur zu schaffen. Mittels Solartechnik und Betonkernaktivierung werden Wohnträume zur langfristig leistbaren Realität.

Theoretisches Wissen und jahrelange Praxis ermöglichen eine Planung und Umsetzung nach einem ganzheitlichen Ansatz. Wir bieten den Menschen wohn- und leistbare Architektur.

In einem Leben, in der Zeit eine Mangelware geworden ist, möchten wir Ihnen Zeit schenken und mit Achtsamkeit begegnen. Wir hören Ihnen zu und versuchen Ihre Ideen und Bedürfnisse zu verstehen, um mit Ihnen zusammen Ihr zukünftiges Haus zu entwickeln, zu planen und als Generalunternehmer umzusetzen.

Otmar Essl & Gerhard Winklhofer

Wir kümmern uns persönlich um Sie

Die komplette Abwicklung Ihres Bauvorhabens erfolgt ausschließlich durch uns Zwei.

Otmar Essl ist als Solararchitekt für das Planen mit der Sonne zuständig, Gerhard Winklhofer lebt als Holzbaumeister das Bauen mit dem nachwachsenden Baumaterial Holz.

Von der ersten Skizze bis zur fertigen Einreichplanung, von der Ausführungsplanung, Bauleitung bis zur schlüsselfertigen Übergabe Ihres zukünftigen Wohnhauses. Wir kümmern uns in jeder Phase persönlich um Sie.

Otmar Essl & Gerhard Winklhofer

Persönliche Baustellenbetreuung während der gesamten Bauphase

Persönliche Koordination mit allen Handwerkern

Persönliche Nachbetreuung auch nach der Schlüsselübergabe

MFH Familie L.
2019 / Puch bei Hallein

Die Weberei
Urban wohnen am Land

Als die Großmutter der Familie, Marianne von Perfall, geborene Hesse, 1958 auf einem 6000 qm² großen Grundstück die Weberei Max Hesse errichtete, leitete sie vorerst von der  Zentrale in der Gaisbergstraße in Parsch die Geschicke der Firma. Später wurde der gesamte Betrieb nach Puch verlegt. Ihr Sohn, Wolfgang von Perfall, war für die Produktion zuständig und designte  Tischwäsche – Tischdecken, Servietten und Stecktücher und Stofftaschentücher mit gesticktem Monogramm. All dies geziemte sich damals für Haushalte, die etwas auf sich hielten. Das Weberhandwerk war der Familie Hesse bereits seit Generationen in die Wiege gelegt. Der Urgroßvater, ein Sudetendeutscher, hatte sich mit der Familie in Salzburg angesiedelt.

In Puch wurde Ende der 1960er Jahre an 18 Webmaschinen gearbeitet. Frauen aus der Region bedienten die Maschinen, bügelten und verpackten die Ware. Mit Stickmaschinen wurden die georderten Monogramme auf die Taschentücher gestickt. Die Geschäfte gingen viele Jahre sehr gut. Aber in den 1980ern begann das Sterben auf Raten. Erst wurde die Weberei geschlossen, dann 2002 auch die Stickerei.

Seitdem standen beide Gebäude leer. Aus der Weberei wurde eine Lagerhalle. Zuletzt war sie das Zuhause für etliche Oldtimer.

Vorerst wurde der Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, der Stickerei und des alten Heizhauses den „Kindern“ Andrea und Heiko Leimenstoll vom Vater Wolfgang von Perfall in die Hände gelegt. Hesse Urenkeltochter Andrea und ihr Mann leben selbst in St. Jakob bei  Puch in einem alten, renovierten Bauernhaus. Sie haben 2014 mit dem ersten Umbau 8 Wohnungen geschaffen, die schon damals ihresgleichen am Land suchten. Mit viel Gespür für die Geschichte des Hauses, aber mit moderner Technik und hochwertigen Materialien ist ihnen schon bei der Stickerei und dem Heizhaus ein sehr hoher Wohnstandard gelungen und das zu leistbaren Mieten. Seit dem wohnt hier eine bunte und sehr niveauvolle „Wohngemeinschaft“, die nicht nur den intensiven Kontakt miteinander schätzt, sondern auch, dass Andrea und Heiko selbst die Hausverwaltung übernommen haben und sich sehr für die Belange und das Wohl ihrer Mieter einsetzen.

So ist praktisch rund um die Uhr jemand im Haus. Heiko kümmert sich um die Heizung genauso wie um kaputte Glühbirnen, ums Schneeschaufeln  ebenso wie ums Rasenmähen, die Stiegenhausreinigung und das Schneiden der Hecke. Im alten Heizhaus sind neben der Schmuckwerkstatt „Stylehirsch,“ die Andrea betreibt, Büroräumlichkeiten von Andrea und Heiko untergebracht.

Die Lage in unmittelbarer Stadt und S-Bahnhofnähe und ein Schwimmteich, der fußläufig zu erreichen ist sowie die gute Infrastruktur mit Nahversorger, Ärzten und Apotheke, Tierarzt, Kindergarten und Volkschule, Seniorenheim, FH und Wissenspark sucht ihresgleichen auf dem Land.

Da die bereits entstandenen Wohnungen sofort vermietet und ein großer Erfolg waren, begannen 3 Jahre nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes im Jahre 2017 konkrete Überlegungen, den Umbau der Webereihalle in Angriff zu nehmen.

Mit der ursprünglichen Idee des zweiten Bauabschnittes – der Webereihalle – war die Baufamilie nicht wirklich glücklich, da durch massive Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz die Charakteristik der Halle nicht beibehalten werden hätte können und das aber eine Grundbedingung für die gesamte Familie war.

Durch Zufall und ein anderes Bauprojekt ist man auf den Solararchitekten Otmar Essl und den Holzbaumeister Gerhard Winklhofer gestoßen, die vor kurzem zusammen die Firma sonnenklarbau gegründet hatten. Und hier stimmten von Anfang an nicht nur die Vorstellungen über das Bauvorhaben, die Materialien – hier vor allem Holz – überein, sondern auch Humor, Chemie und das Herz für die Sache.

Der Vorschlag, die Charakteristik der Halle, die bestehenden Außenwände und alle Öffnungen vorne und hinten hinaus, inklusive der bestehenden Tragstruktur, den Nagelbindern, beizubehalten, stieß auf offene Ohren und Begeisterung bei den Bauherren. Der Plan lautete also wie folgt: Außen bleibt das raue Industriedesign komplett erhalten. Innen entsteht ein weicher Kern aus Massivholz in Form von Wohnboxen. Diese Form des offenen und großzügigen Wohnens spiegelt sich schon wider, sobald einer der Hauseingänge betreten wird: Nach der kleinen überdachten Veranda steht man direkt im Wohnraum. Insgesamt sollen so 8 loftähnliche Wohneinheiten in unterschiedlichen Wohnungsgrößen und für verschiedene Wohnbedürfnisse entstehen.

Alle Wohnungen wurden barrierefrei geplant, wobei eine 1-Zi-Wohnung (30m²), drei 2-Zi-Wohnungen (55m²), drei 3-Zi-Wohnungen (85m²) und eine 4-Zi-Wohnung (114m²) den Bedürfnissen der zukünftigen Mietern möglichst nahe kommen sollen. Egal ob die Wohnung das Leben mit Behinderung erleichtern soll oder sich eine Familie dem Thema Generationenwohnen annimmt, jemand ein eigenes Büro für sein Homeoffice braucht oder zwei Studierende in eine WG zusammenziehen wollen. Auch das Konzept des Kurzzeitwohnens soll hier künftig möglich sein.

Und über all dem schwebt der „Spirit“ der Weberei. Alte Materialien und Werkstoffe, so wünscht sich Andrea Leimenstoll, sollen auch in den Wohnungen zu spüren und zu sehen sein. Wohnen in einem Stück industrieller Zeitgeschichte, mit sehr hohem Wohnkomfort, auf dem technisch allerneuesten Stand.

Neben dem nachwachsenden Baustoff Holz wird das Projekt auch dem Thema Solararchitektur gerecht. Eine Betonkernaktivierung sorgt für wohlige Wärme und macht die Wohnungen zu einem natürlichen Speichermedium. Dank modernster Haustechnik können Heizkosten und Warmwasserkosten deshalb sehr gering gehalten werden.

Das wichtigste sind für allen Beteiligten die zukünftigen Mieter und ihre Bedürfnisse. Wie kann man diese so gut wie möglich mit einplanen und einbauen? Wird in Zukunft die Idee des Carsharings Einzug halten? Plädiert die Mehrheit der Mieterschaft für E-Autos und soll es deshalb eine E-Tankstelle geben? Andrea und Heiko, Gerhard und Otmar sind für alles offen.

Nutzfläche: 564m²
Planungsbeginn: Juli 2018
Geplante Fertigstellung: November 2019
Geplante Bauzeit: 5 Monate

Bestand außen

Bestand innen

Lageplan

Erdgeschoss

Obergeschoss

Klicken Sie bitte auf „Folgen“ um ein kurzes Video über das Projekt zu sehen:

EFH Familie R.
2019 / Oberalm

Neubau auf einem bestehenden Gartengrundstück

Unser Ziel ist, durch eine gezielte Ausschöpfung von Entwicklungspotentialen im Bestand qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten Wohnraum für eine Jungfamilie zu schaffen. Eine qualifizierte gefühlvolle Innenentwicklung schont Natur und Landschaft – bei gleichzeitiger Nutzung von bestehenden Infrastruktureinrichtungen.

Auf einer vorhandenen Bauparzelle mit einem bestehenden Wohnhaus wird ein zusätzliches, neues Einfamilienhaus errichtet. Das neue Gebäude entspricht den Anforderungen sowie den Wohnbedürfnissen der Jungfamilie, wobei die Wohnverhältnisse der Eltern in keiner Weise beeinträchtigt werden. Durch die geplante Maßnahme wird eine deutliche Wertsteigerung des Bauplatzes erzielt.

Nutzfläche: 123m²
Planungsbeginn: November 2018

Lageplan

GH Familie W.
2019 / Abtenau

Neubau eines Wohn- und Geschäftsgebäudes

Unsere Idee ist, einen ruhigen und wohl proportionierten Baukörper neben dem  angrenzenden,  heterogen verbauten Umfeld zu planen. Die Höhe des Geschäftsgebäudes wird an die angrenzenden Gebäude angepasst. Dadurch wird die Baulücke auch in ihrer Höhenentwicklung geschlossen. Das Bauwerk mit seiner rustikalen Lärchenholzfassade und den bandartigen, rundumlaufenden Öffnungen wurde als zeitgemäßes, im alpinen Stil konzipiertes Gebäude entwickelt.

Nutzfläche: 618m²
Planungsbeginn: Dezember 2018

EFH Familie K.
2019 / Laakirchen


Neubau auf einem Hanggrundstück

Auf einem sehr steilen Hanggrundstück entsteht ein Einfamilienhaus mit zwei Geschossen.

Aufgrund der Topographie des Grundstückes befindet sich die Erschließungsebene im
Obergeschoss. Hier werden auch die Wohnräume untergebracht. Im Untergeschoß befinden
sich sämtliche Schlafräume. Durch die geplante Maßnahme wird das Grundstücksprofil nur

marginal angeschnitten und so ein achtvoller Umgang mit der Natur geschaffen

Nutzfläche: 174m²

Planungsbeginn: März 2019
Geplante Fertigstellung: August 2020
Geplante Bauzeit: 6 Monate

MFH Familie N.
2019 / Eugendorf

Neubau eines mediterranen Mehrfamilienwohnhauses    

Auf einer vorhandenen Bauparzelle mit einem bestehenden Wohnhaus wird ein zusätzliches, neues Mehrfamilienwohnhaus errichtet. Das barrierefreie Erdgeschoss wird zukünftig von den Eltern der Familie N. als Alterswohnsitz genutzt. Im Obergeschoss sind zusätzlich zwei Kleinwohnungen für Singles oder Paare geplant. Die geplante Maßnahme entspricht exakt  den zukünftigen Vorgaben der Salzburger Landesregierung: Sparsamer Bodenverbrauch, energieeffiziente Ausführung, die Schaffung von Wohnraum für junge Menschen, sowie die Ermöglichung eines barrierefreien Wohnens für Senioren im Erdgeschoss.

Nutzfläche: 185m²
Planungsbeginn: Juni 2019
Geplante Fertigstellung: September 2020
Geplante Bauzeit: 6 Monate

EFH Familie A.
2019 / Abtenau

Umbau und Aufstockung eines bestehenden Gästetraktes  

Das im Jahr 2007 von uns geplante Einfamilienhaus in Abtenau wurde mit einem eingeschossigen Gästetrakt ausgeführt. Dieser wird nun um ein Stockwerk erweitert, um Platz für die Tochter mit ihrer Familie zu schaffen. Unsere Idee ist, das Ensemble aus Haupt- und Nebengebäude ablesbar zu halten, indem mit dem zusätzlich geplanten Baukörper der bestehende Gästetrakt L-förmig umschlossen wird.

Hier wurde eine Lösung gefunden, die ein Miteinander ebenso zulässt wie eine autonome Wohn- und Lebenssituation für alle Beteiligten.

Nutzfläche: 125m²
Planungsbeginn: November 2019
Geplante Fertigstellung: Juli 2020
Geplante Bauzeit: 4 Monate

BH Familie Z.

2020 / Adnet

Alt oder neu – oder beides?

Im Jahr 1770 wurde Wolfgang Amadeus Mozart von Papst Clemens XIV in Rom zum Ritter vom goldenen Sporn ernannt. In diesem Jahr wurden die Steinmauern der Stube des Bauernhauses in Adnet errichtet. 250 Jahre später wird der gesamte Wohnbereich im Süden – das sind 40% der gesamten Nutzfläche – neu konzipiert. Die bestehende Dachkonstruktion, der Stall und die Heutenne im südlichen Bereich bleiben bestehen und werden nur marginal bearbeitet.

Nutzfläche: 191m²
Planungsbeginn: September 2019

Trilogie

2020 / Puch bei Hallein

Anders als gewohnt – Gebäude mit dem Menschen im Fokus

Wir bauen für uns. Für uns Menschen, die wir einen großen Teil unseres Lebens in Gebäuden
verbringen. Der Gedanke an das menschliche Bedürfnis nach Gesundheit und Wohlbefinden
leitet uns bei Sonnenklarbau an, wenn planerische und bauliche Entscheidungen anstehen.
Beim Projekt Trilogie Puch übersetzen wir dieses elementare Verständnis konsequent in die
Praxis. Einen hohen Stellenwert genießen dabei etwa folgende Bereiche:

♦ schad- und risikostofffreie Materialien
♦ gute Umnutzungs- und Anpassungsfähigkeit der Flächen
♦ komfortable Umgebung mit hohen Aufenthaltsqualitäten

Für das tägliche Wohlgefühl sind außerdem eine sinnvolle Balance zwischen technischen

Erleichterungen und selbstbestimmten Gestaltungsmöglichkeiten wichtig.

Ökologischer Blick

Bei den drei Bauteilen der Trilogie Puch beschäftigen wir uns intensiv mit den ökologischen
Auswirkungen der Gebäude. Dabei wird nicht nur der Einsatz von erneuerbaren Energien
bewertet. Wir errechnen den gesamten ökologischen Fußabdruck, den die Errichtung und das
Betreiben der Häuser hinterlassen.
Hohe Anforderungen stellen wir an die Standortqualität, die Auswahl der Baumaterialien, die
Energieversorgung und sogar die Recyclingfähigkeit der Baumaterialien beim Abriss.
Darüber hinaus muss sich unser Projekt gesamtökologischen Fragen wie den folgenden stellen:
Sind die Baustoffe ressourcenschonend erzeugt? Können die Entsorgungs- und
Wiederverwertungskosten unter Berücksichtigung der regionalen Stoffkreisläufe minimal
gehalten werden? Die Antwort lautet durchgängig: Ja.

1 Grundstück

1.1 Lage
Das 2.770 m² große Grundstück, auf dem die Trilogie ihr Zuhause finden wird, befindet sich in
Puch bei Hallein. Es liegt südöstlich der in den Jahren 2014 und 2019 umgebauten Webereihalle.

1.2 Infrastruktur
Das Grundstück ist bestens erschlossen: 
.

♦ Kanal-, Wasser-, Strom- und Kommunikationsleitungen befinden sich direkt am Grundstück.
♦ Der S-Bahn-Anschluss ist zu Fuß in sieben Minuten erreichbar.
♦ Der Radweg entlang der Salzach führt in 31 Minuten in die Stadt Salzburg.
♦ In fußläufiger Nähe: ein Schwimmteich mit Freizeiteinrichtungen, Kindergarten und
♦ Volksschule, Nahversorger, Ärzte, Apotheke und Seniorenwohnheim.
♦ 
In wenigen Minuten mit dem Fahrrad: Tierarzt, Fachhochschule und Wissenspark
♦ Zwei PKW-Stellplätze in der Tiefgarage dienen als Car Sharing-Plätze.

 

1.3 Bodenbeschaffenheit & Aushub
Anfang Oktober 2020 nahm ein Geologe Probeschürfungen vor. Darauf basierend erarbeitete er
ein Konzept zur Oberflächenwasserbeseitigung. Der tragfähige Baugrund besteht aus einem 20cm
starken Humusoberboden, einer circa 60 cm sandigen Zwischenschichte und sandigem Kies
(letzteres bis zum Grundwasserstand in vier Metern Tiefe).
Den Kiesaushub bereiten wir vor Ort auf. Dieser dient im Anschluss als Hinterfüllungsmaterial.
Durch diese Maßnahme sparen wir rund 80 LKW-Fuhren mit einem relativ hohen CO2-Ausstoß.


2 Empirische Planung


2.1 Bebauungsstudie & drei wohlgeformte Bauteile
Eine dreireihige Zeilenbebauung: Das ist bei der Trilogie – Nomen est Omen – seit Beginn an
unsere Mission. Die Planungsstudie dafür ist seit Mitte März 2020 fertig. Darin ist vorgesehen,
alle drei Baukörper nach Südwesten auszurichten. Dies bringt eine angenehme Nebenwirkung
mit sich: nämlich einen optisch harmonischeren Übergang von der bestehenden dichteren
Bebauung im Nordwesten zur bestehenden lockeren Bebauung mit Einfamilienhäusern im
Südosten.
Die drei gut proportionierten einzelnen Baukörper vereinen 14 Wohneinheiten. Ihr äußeres
Erscheinungsbild orientiert sich an der 2019 umgebauten Webereihalle im Nordwesten.

2.2 Präsentation der Bebauungsstudie
Eine erfolgversprechende Bebauungsstudie will in gebührendem Rahmen gefeiert sein. Mit
Vorfreude präsentierten wir sie also bei einem schönen Gartenfest am Baugrundstück. So
konnten sich die Wohnungs- und Architekturinteressierten Anfang Juli 2020 ihr eigenes Bild von
den Grundriss-Vorentwürfen für die Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen machen.


2.3 Wertvolle Erkenntnisse durch persönliche Gespräche

In Einzelgesprächen mit den Interessierten stellten wir die Planungsidee den praktischen
Wünschen in der konkreten Wirklichkeit gegenüber. Die inspirierenden Inputs fanden Eingang in
den weiteren Planungsprozess.

3 Grundrisse nach Maß


3.1 Ausarbeitung von Basisvarianten
Viel Herzblut haben wir in die Entwicklung verschiedener Grundrisstypologien fließen lassen.
Und zwar erfolgte dieser Vorgang nicht Pi mal Daumen, sondern in einer systematischen
Auswertung und Interpretation der erwähnten Gespräche mit den Interessenten. Die
entstandenen Grundrissvarianten eignen sich nun als optimale Basis für individuelle Lösungen
für die potenziellen Wohnungskäufer.

3.2 Suche nach BewohnerInnen
Ob für Singles, Paare oder Familien, für Menschen mit Platz für Heimarbeit, oder Wohnraum für
Menschen mit Behinderung, die weiterhin im Familienverbund oder auch alleine leben wollen:
Das Ziel war, in den 14 Wohnungen eine möglichst bunte, inhomogene aber immer niveauvolle
„Wohngemeinschaft“ zu etablieren. Dabei sorgen vorgelagerte Loggien, Gärten und
Dachterrassen für viele private Freiräume.

3.3 Maßgeschneiderte Grundrisslösungen
Die Basisgrundrisse passten wir also gemeinsam mit den Wohnungskäufern an deren
persönliche Wünsche an. Dadurch fühlen sich die maßgeschneiderten Räume für die darin
Wohnenden nun in höchstem Maß authentisch an. In bester interdisziplinärer Manier taten wir
uns in diesem Schritt mit dem Haustechnik- und Elektroplaner zusammen.

4 Soziokulturelle Qualität


4.1 Thermischer Komfort

Die meisten von uns haben schon einmal von der subjektiven Behaglichkeit gehört. Fakt ist:
Diese wirkt sich stark auf unsere Zufriedenheit aus. So kann man sich beispielsweise insgesamt
thermisch wohl, jedoch etwa durch Zugluft an kalten Tagen beeinträchtigt fühlen. Daher sind wir
in unserer Ausführung bestrebt, lokale Unbehaglichkeitsphänomene wie Zugluft und
Strahlungsasymmetrien zu vermeiden. Ein großes Thema ist heute auch die sommerliche
Überhitzungsgefahr. Dieser wirken wir baulich mit gut dimensionierten Speicherflächen und
konstruktiver Beschattung mittels vorgelagerter Loggien entgegen.

4.2 Innenraumhygiene

Auch eine gute Raumluftqualität wirkt sich positiv auf unser Befinden aus. Deshalb verwenden

wir ausschließlich geruchs- und emissionsarme Bauprodukte im Innenbereich.

4.3 Visueller Komfort

Die großzügige Verglasung im Südwesten ist im wahrsten Sinne ein visuelles Highlight. Eine
Wohltat sind zudem die Ausblicke auf die unmittelbare Umgebung und das viele Grün.

4.4 Barrierefreiheit

Die Gebäude der Bauteile eins und zwei sind so konzipiert, dass eine spätere Barrierefreiheit
geschaffen werden kann. Personenlifte – von der Tiefgarage bis in die Obergeschoße – sind
bereits eingebaut. So sind die Wohnungen auch für Menschen mit motorischen oder
sensorischen Einschränkungen attraktiv, die demografiebedingt einen laufend höheren Anteil an
der Gesamtbevölkerung stellen werden. Die Wohnanlage wird damit einer zukunftsweisenden
und nachhaltigen Entwicklung gerecht.

4.5 Fahrradkomfort

Viele alltägliche Fahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Wer sich in solchen Fällen statt ins Auto
auf das Fahrrad setzt, trägt zur Ausbildung einer energieschonenden Mobilität bei.
Auch wir wollen dazu unseren Teil beitragen: Daher installieren wir 14, den jeweiligen
Wohnungen zugewiesene Fahrradboxen im Erdgeschoß. Für kleinere Reparaturen dient ein
eigener Raum in der Tiefgarage.

4.6 Gestalterische Qualität der Wohnanlage

In einem fächerübergreifenden Planungsteam erarbeiteten wir die architektonischen und
baulich-konstruktiven Aufgaben. So gelang es uns, den unterschiedlichen Anforderungen
gerecht zu werden: Ästhetik, Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Energieeinsparung
und Umweltschutz sind in gleichem Maß berücksichtigt.

5 Nachhaltigkeit & Ökologie


5.1 Lebenszyklus

Es ist uns wichtig, neben der Architektur die Funktionalität der Wohnanlage in den Vordergrund
zu stellen und auf die gesamte Nutzungszeit der Gebäude zu blicken. Entsprechend betrachten
wir nicht nur die Anschaffungs-, sondern auch die Nutzungskosten. Unser Anspruch ist, dass
das Wohnprojekt über die Jahre wechselnden Anforderungen gewachsen ist. Aus einer
gesamtökologischen Sicht achten wir zudem auf die Verwendung ressourcenschonend
erzeugter Baustoffe und auf minimale Entsorgungs- und Wiederverwertungskosten unter
Berücksichtigung der regionalen Stoffkreisläufe.

5.2 Bauweise

Bei den drei Bauteilen handelt es sich um einwandfrei ökooptimierte Gebäude. Dies betrifft zum
einen den Heizwärmebedarf und die Versorgung der Gebäude mit regenerativen bzw.
alternativen Energien. Zum anderen setzen wir bei den Baumaterialien verstärkt
nachwachsende und umweltschonende Ressourcen ein.
Die Erdgeschoße errichten wir in massiver monolithischer Bauweise. Dabei werden die mit einer
Mineralwolle verfüllten Planziegel ohne zusätzliche Außendämmung ausgeführt. Die
monolithische Wand zeichnet sich durch optimale bauphysikalische und baubiologische
Eigenschaften aus. Sie stellt somit eine zeitgemäße und nachhaltige Wandlösung dar.
Die Ober- und Dachgeschoße führen wir in Holzbauweise aus. Der Holzbau weist gleich
mehrere große Vorteile auf: eine ökologische Bauweise, eine regionale Kreislaufwirtschaft
unterstützend sowie eine ökonomische Bauweise durch einen hohen Vorfertigungsgrad.
Die Verkehrsflächen im Bereich der Bauteile führen wir mit einem sogenannten Ökopflaster aus:
.

♦ verminderte Bodenversiegelung
♦ weniger aufgeheizte Flächen in der warmen Jahreszeit
♦ wesentlich höhere Versickerungsleistung bei Starkregenereignissen durch offene Fugen

.
5.3 Baumpflanzung

In den Ober- und Dachgeschoßen der drei Bauteile werden insgesamt 365 Kubikmeter Holz
verbaut. Um der Natur dieselbe Menge wieder zurückzugeben, haben wir im Mai 2021 eine
gemeinsame Baumpflanzung mit den Wohnungskäufern abgehalten. Dabei wurden zusammen
mit den Österreichischen Bundesforsten im Abtswald am Dürrnberg bei Hallein 200 Fichten- und
Lärchenbäume gepflanzt.

6 Haus- und Elektrotechnik

6.1 Haustechnik

Geringe Heizkosten sind, so vorhanden, eine äußerst attraktive Eigenschaft von Wohnungen. Im
Trilogie-Fall sorgt eine temperaturbezogene Dezentralisierung der Warmwasseraufbereitung für
selbige. Wir installieren hierfür wohnungsweise Kleinstwärmepumpen im Leistungsbereich eines
üblichen Kühlschranks. Diese entnehmen die vorhandene Wärme dem Heizkreislauf und
erwärmen damit einen 200 Liter Warmwasserspeicher auf wahlweise 45 bis 55 °C.
Das bedeutet, dass nicht die hohe Temperatur des Warmwassers (inklusive Verlusten) zentral
erzeugt, gespeichert und in langen Rohrleitungen zu den Wohnungen fließen muss, sondern
lediglich die Energie des Warmwassers. Und die ist ohnedies für die Raumheizung mit dem
vorhandenen Heizungskreislauf von 25 °C enthalten. Dadurch werden die üblichen
Warmwasserverteilungsverluste von zentralen Heizräumen bis in die Wohnungen komplett
eliminiert. In der heizfreien Jahreszeit sorgt die Kleinstwärmepumpe in den Wohn- und
Schlafräumen durch den Wärmeentzug aus dem Estrichbeton für eine kostenlose Kühlung. Die
wohnungsweisen Kleinstwärmepumpen mit einem vergleichbaren Stromanschluss eines
Kühlschranks ergänzen sich in weiterer Folge tageszeitlich ideal mit der vorhandenen
Photovoltaikanlage.
Die zentrale Wärmeerzeugung für das Objekt erfolgt mittels einer Grundwasserwärmepumpe im
Niedertemperaturbetrieb unter 30 °C mit entsprechend hohen Jahresarbeitszahlen.

6.2 E-Tankstellen

Die Tiefgarage mit 23 PKW-Stellplätzen bereiten wir für den Einbau von E-Ladestationen mit
einer Gesamtleistung von 80 kW bis max. 22 kW pro Station vor.
Sollten die 80 kW erreicht werden, reduziert sich jede Ladestation nach Erfordernis um jene
Leistung, die erforderlich ist, um die Gesamtmenge von 80 kW nicht zu überschreiten. In den
einzelnen Fahrradboxen im Erdgeschoß lädt man die E-Bikes per Steckdosen auf.
Die Verrechnung des verbrauchten Stroms erfolgt direkt über die jeweiligen Wohnungszähler.

6.3 Photovoltaikanlage

Auf den Hauptdächern der einzelnen Bauteile bringen wir eine Photovoltaikanlage mit einer
Leistung von insgesamt 13 kWp an. So wird eine wesentliche Verbesserung der
Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage aufgrund des tageszeitlich höheren – gewünschten –
Eigenstromverbrauchs der Kleinstwärmepumpen erzielt: Dabei geht es um die
Warmwasseraufbereitung, die E-Tankstellen in der Tiefgarage sowie die Fahrradboxen.
.

Nutzfläche: 1.578m²
Planungsbeginn: Jänner 2020
Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2023
Geplante Bauzeit: 17 Monate

ZFH Familie N.

2020 / Oberalm

Neubau eines Zweifamilienwohnhauses

Auf einem exponierten Grundstück mit einer Fläche von 750m² wurde ein Zweifamilienwohnhaus für zwei Generationen geplant. Das Erdgeschoss wird von den Eltern barrierefrei bewohnt. Im Obergeschoss – mit einer großzügigen Terrasse – befinden sich die Wohnräume der Jungfamilie. Die Erschließung der zwei Etagen erfolgt über ein separates Stiegenhaus im nördlichen Bereich des Gebäudes. Das Zweifamilienwohnhaus wurde sehr pragmatisch entwickelt und verzichtet bewusst auf überflüssige Details. Reduziert auf das Wesentliche schaffen die verschiedenen Nutzungszonen durch die hohe Transparenz der einzelnen Bauteile fließende Übergänge von innen nach außen.

Nutzfläche: 292m²
Planungsbeginn: Jänner 2020
Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2022
Geplante Bauzeit: 13 Monate

HAS Familie L.
2020 / Wallersee

Umbau eines bestehenden Seehauses

Folgende Maßnahmen sind geplant: Im Innenbereich werden teilweise bestehende Wände abgebrochen um das Gebäude zu entkernen. Dadurch entsteht im Erdgeschoss ein großzügigerer Wohnraum. Im Obergeschoss ist ein Schlafzimmer mit Nassbereichen geplant.
Das gut proportionierte Gebäude wird im Außenbereich mit einer marginalen, mineralischen Wärmedämmung versehen. Die Ausführung der Fassadenhülle erfolgt durch eine unbehandelte, vertikale Lärchenholzschalung mit einer Breite von zirka 10cm. Im Nordwesten wird der Verglasungsanteil des Gebäudes im Erd- und Dachgeschoss erhöht, um mit dem angrenzenden Wallersee zu partizipieren.

Conclusio: Durch die geplante Maßnahme wird die Charakteristik des bestehenden Seehauses beibehalten und das äußere Erscheinungsbild substantiell zum Positiven verändert.

Nutzfläche: 84m²
Planungsbeginn: September 2020
Geplante Fertigstellung: Mai 2021
Geplante Bauzeit: 3 Monate

Villa in Anif  

2021 / Anif

Renovierung einer Villa im Biedermeierstil

Der ursprüngliche Eingang des bestehenden Wohnhauses wurde von der Straßenseite auf die Ostseite mit einem repräsentativen Vorgarten verlegt. Im Erdgeschoss befindet sich eine  großzügige, offene Wohnebene mit Ausgängen in den Garten. Das angrenzende Bächlein im Nordosten trägt einerseits zur Entspannung bei und andererseits dient es als Pufferzone zur Nachbarbebauung. Im Obergeschoss sind zwei gut proportionierte Schlafzimmer mit einem geräumigen Bad und einem Abstellraum vorgesehen. Das ausgebaute Dachgeschoss kann als Bibliothek oder als Arbeitsraum genutzt werden. In diesem Geschoss wurden zwei Dachgaupen geplant, die herrliche Ausblicke auf die umliegende Umgebung garantieren.    Im Nordosten befindet sich ein Dacheinschnitt mit einer kleinen Dachterrasse. Von dieser aus blickt man direkt nach Hellbrunn. Eine überdachte Gartenlaube sowie eine Doppelgarage runden das Raumprogramm dieser Wohnimmobilie ab.

Nutzfläche: 198m²
Planungsbeginn: November 2020
Geplante Fertigstellung: Frühjahr 2022
Geplante Bauzeit: 9 Monate

WH Frau B.

2021 / Abtenau

Neubau eines Wohnhauses

Auf einem Südwesthang mit einer Fläche von 603m² wurde ein altersgerechtes Wohnhaus  geplant. Der Eingangsbereich befindet sich im Untergeschoss. Über dieses gelangt man barrierefrei mittels eines Personenliftes in das Erdgeschoss, in dem sämtliche Wohnräume untergebracht sind. Das Gebäude partizipiert mit der umliegenden Landschaft und widerspiegelt durch seine Form die ländliche Architektur. Es wurde mit viel Feingefühl sanft in die vorhandene Topografie eingebettet.

Der offen gestaltete Wohnraum im Südwesten mit einer großzügig vorgelagerten Terrasse gibt wunderschöne Ausblicke auf das Tennengebirge frei.

Nutzfläche: 148m²
Planungsbeginn: Februar 2021

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